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Abtreibung ist Mord ?!

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Gegen den Terror



In den ersten Kapiteln widmen Sie sich dem Thema Terror. Ausgehend von den Geschehnissen am 11. September 2001 und den Anschlägen von Madrid - was traurigerweise mittlerweile um die Anschlägen in der Londoner U-Bahn vom August 2005 noch aktuelisiert werden muß - zeichnen Sie ein emotionales Bild vom (islamistischen) Terror, der uns näher kommt und eine ernste Bedrohung ist.

"Nichts ist mehr wie vorher", so Ihr Kommentar zu diesen Geschehnissen ... wobei man fragen muß: wie genau merken wir "Normalbürger", daß sich etwas geändert hat?

Richtig ist, wie Sie beschreiben, dass es die politische Debatte um die Terrorbekämpfung neu angefacht hat. Aber was ist bei der großen Mehrheit der Menschen geblieben als die minimalen Rückstände eines Anfalls von Angst und Panik? Das Leben hat sich nicht geändert, wir gehen weder mit unseren Mitmenschen anders um - was man an den Inhalten im aktuellen Bundestagswahlkampf deutlich sieht - noch haben sich die Prioritäten im Alltag geändert.

Abgestumpft durch eine massiv erdrückende Berichterstattung in allen Einzelheiten - wie bei allen Grausamkeiten, die in dieser Welt passieren - durften wir betroffen sein, wütend, aber letztendlich müssen wir alle immer wieder in den Zustand der Hilflosigkeit zurück fallen.

Ehrlicherweise darf man den Umstand aber nicht vernachlässigen, dass der Terror in diesen Fällen nicht Aktion, sondern Re-Aktion auf eine wirtschaftliche wie auch kulturelle Ungleichverteilung und auch gegenseitige religiöse Ablehnung ist. Man kann zwar gegen islamistischen Terror polemisieren - und sicher ist das nicht völlig falsch - aber ist der Beginn eines Krieges gegen ein ganzes Volk unter diesem Vorwand nicht auch eine Form von Terror?

Macht christlich geprägter Kriegstreiberei á la Bush das Sterben und Leiden der irakischen Bevölkerung weniger grausam als die 3000 Opfer im World-Trade-Center?

Ich denke, Sie differenzieren zu wenig, wenn Sie versuchen, Terror einseitig in eine bestimmte Ausprägung einer anderen Religion hinein zu interpretieren. Ihre Haltung "Und zu meinen, wir blieben verschont, nur weil Deutschland sich aus dem Irak-Krieg herausgehalten hat, erweist sich als naive Illusion", steht als leere Behauptung im Raum.

Nach wie vor gibt es bei uns keine Ereignisse wie in New York, London oder Madrid. Und viele Menschen in diesem Land hoffen darauf, dass sich das auch nicht ändert, weil es nach den bevorstehenden Wahlen eine amerikafreundlichere Politik geben wird.

Die Frage, die sich Deutschland - und somit jeder einzelne Wähler - stellen muß, ist, wie Sie sehr richtig schreiben, die nach dem Verhältnis von Sicherheit und Freiheit.

Sinnvoller Weise muß man aber einfach anerkennen, dass man sich gegen diese Art Terror nicht wirklich wehren kann, ohne einen starken Überwachungsstaat zu errichten und diesen dann auf Europa und die Welt auszuweiten. Gegen Terror einzelner Extremisten aber gibt es keinen wirksamen Schutz.

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