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| Seite erweitert am 19.12.2005 Artikel geändert am 6.11.2005 ⇒ Startseite Inhaltsverzeichnis Gegen den Terror
Unser New York heißt Erfurt Werte und die Jugend Schluss mit lustig? Ein Comeback der Werte? Toleranz? Abtreibung ist Mord !? Das "richtige" Weltbild? Links Über die Autorin + Impressum |
Lieber Herr Hahne, die Diskussion um die Werte unseres Landes hält an. Einer der Bestseller zu diesem Thema ist Ihr Buch Hahne, Peter: 2004, Schluss mit lustig, St.-Johannis-Druckerei, Lahr. Wohl jeder kennt das Gefühl, daß vieles läuft schief in diesem Land. Schlagworte geistern durch die Medien wie Spaßgesellschaft, Werteverfall, Individualismus, Abkehr von den Wurzeln, Sinnsuche, Orientierungshilfen ... und man fragt sich immer wieder, wann zwischen Meldungen über Arbeitslosigkeit, Rentenkürzungen und Wirtschaftspessimismus mal wieder eine optimistisch stimmende Nachricht auftaucht. Oft geht diese dann auch einfach unter ... Politiker und Vertreter der Wirtschaft beklagen sich ebenso und versuchen den Weg der Rückbesinnung auf sogenannte traditionelle Werte, wobei man sich nicht so recht einig werden kann, welche das sind und welche davon wieder wirklich wichtig und gerechtfertigt oder gar konsensfähig sind. Manche finden den Pessimismus überzogen, anderen geht er nicht weit genug. Parteien mit langer sozialer Tradition brechen mit dieser, der Sozialstaat wird stückweise demontiert, das Gefühl, dass man selbstverständlich solidarisch mit anderen ist, scheint mehr und mehr zu verschwinden. Eine klare wertebezogene politische Linie gibt es nicht mehr. Generationenverträge werden aufgeweicht, weil die Renten unsicher sind, und das Gefühl des Zusammenhaltes wird zugunsten mehr und mehr individuellen Vorsorge für Alter und Krankheit zurück gedrängt: Alt wird gegen Jung ausgespielt, Reich gegen Armn, Eltern gegen Kinderlose, Arbeitnehmer gegen Arbeitgeber, links gegen rechts... Wo ist der Zusammenhalt der Deutschen geblieben, den man nach der Wende und auch bei großen Katastrophen spüren konnte, wo ist das Gefühl des WIR? Viele Leute ärgern sich und jammern und suchen nach eigenen Lösungen, Orientierung und Halt und wissen vor lauter Flut an Angebot nicht, wofür sie sich entscheiden, wohin sie sich wenden sollen. Sie freuen sich über neu gewonnene Freiheiten, wenden sich in Größenordnungen von den Kirchen ab, bekommen dafür Schelte ... und finden eine Riesenauswahl an Wert- und Sinnangebot vor. Große Ratlosigkeit herrscht vor ... Und dann endlich ... endlich erscheint Ihr Büchlein, handlich, klein, nicht zu dick, ansprechend für jedermann also ... und geschrieben hat es einer, der es wissen muß: Peter Hahne, Journalist, Sie haben →Auszeichnungen für Ihre Arbeit bekommen, Sie haben jahrelang beim ZDF Nachrichten verlesen - Sie müssen es wissen, stecken ja quasi mittendrin! Sie haben jahrelang von Berufswegen diese Welt und diese Gesellschaft beobachtet und schreiben nun Ihr Resüme nieder. Hier erwartet man fundiertes Wissen, Fakten, eine tiefgreifende Analyse, eventuell Lösungswege, die gängig sind, praktikabel, mit festem Hintergrund - zusammengefaßt auf wenigen Seiten, gut lesbar also. Das Büchlein ist ein Bestseller, im SPIEGEL wochenlang auf Platz 1, und bei Amazon zeitweise sogar für knapp 10 EUR ohne Versandkosten zu haben. Mit einer Leserschar von mittlerweile etwa 400.000 erfreut es sich großer Beliebtheit. Ein Sachbuch, was so viele Gemüter erregt, war wohl dringend notwendig, und die Tatsache, dass es so großen Anklang findet, stimmt optimistisch. Offenbar ist das Thema für immer mehr Leute wichtig - es kann also nur besser werden! Und schon allein für die Tatsache, dass Sie die Wertedebatte wieder neu belebt haben, bin nicht nur ich Ihnen sehr dankbar. Nur scheint die Leserschaft gespalten. Rezensionen zeigen entweder die best- oder schlechtestmögliche Bewertung. Ein kontroverses Thema - und ein Buch, was dem Thema mehr als gerecht wird? Was die etwa 400.000 Leser dort finden, möchte ich hier ein wenig analysieren und kommentieren. Ich finde, dass es eine Erwiderung verdient, dass diese unbedingt notwendig ist. Sie selbst, lieber Herr Hahne, sind dabei in Ihren Absichten Realist: Sie möchten kein akademisches Oberseminar veranstalten, sondern die Menschen zum Nachdenken bringen, provozieren, an- und aufregen. Das, das kann man wohl mit Fug und Recht sagen, ist Ihnen großartig gelungen Inhaltsverzeichnis |
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